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Im Juni 1946 machte das Gerücht die Runde, das Odagsen von der einheimischen Bevölkerung geräumt werden muss um als Unterkunft für die polnischen Zwangsarbeiter zu dienen. Auch meine Eltern wussten davon zu berichten. So hatten meine Großeltern die wichtigsten Dinge bereits zu den Verwandten nach Dassensen ausgelagert. Letztlich stellte sich das Gerücht als unwahr heraus. Eine Anmerkung zum Zusammenleben mit den Flüchtlingen: Im Haus bzw. auf dem Hof meiner Großeltern, Ella und Robert Ahrens, lebten bei Kriegsende nach Erzählungen insgesamt 6 Parteien harmonisch zusammen. Über Neid und Mißgunst wurde mir nie etwas berichtet, im Gegenteil alle waren froh ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch zu haben. Dieser Zeitungsausschnitt stammt aus der Sammlung von Albert Sölter.
Ralf Ahrens, im November 2025

Anmerkung: Von der Chronik des ehem. Lehrers Albert Falke lag mir zuerst nur ein Auszug vor. Diesen habe ich (vorsichtig) erweitert und ergänzt. Das Ganze sah dann so aus:
Die Odagser Dorfchronik von Albert Falke
unter den Unterlagen die mein Vorgänger, Albert Sölter, hinterlassen hat, war auch ein Auszug der Chronik wie sie Herr Falke 1953 im Original geschrieben hat:
Original Dorfchronik von Albert Falke
Anmerkungen zur Original Dorfchronik von Albert Sölter
In diesen Artikeln ist Odagsen nicht ausdrücklich erwähnt, Zeitzeugen können sich jedoch noch an die Luftkämpfe als auch an die abgeschossenen Maschinen erinnern:








