Die Fleischbeschau:

Im Königreich Preußen zu dem Odagsen damals gehörte, wurde im Jahre 1868 das preußische Schlachthofgesetz in Kraft gesetzt, 1880 das Reichs-Viehseuchengesetz (Neufassung 1909) und 1900 das Reichs-Fleischbeschaugesetz (Neufassung 1940) mit den darauf basierenden Bekanntmachungen über zulässige Zusätze und Behandlungsverfahren. Durch das Gesetz, das die Errichtung öffentlicher und ausschließlich zu benutzender Schlachthäuser vorschrieb, wurde die Basis für die Ausübung einer sachgemäßen Fleischkontrolle geschaffen, die heute noch Gültigkeit besitzt.

Der erste Fleischbeschauer in Odagsen war:

Albert Reinecke (*1897, wohnhaft Odagsen Nr. 9, das Haus heisst jetzt Odagser Hauptstr. 18)

Auf Ihn folgten

Heinrich Raulf (*1900 wohnhaft Odagsen Nr. 27, das Haus heisst jetzt Im Winkel 4) 
Fleischbeschauer bis 31.12.1966

Robert Ahrens (*1935 wohnhaft Odagsen Nr. 15, das Haus heisst jetzt An der Aue 12)
Fleischbeschauer vom 01.01.1967 bis 31.12.1996

Danach wurde die Tätigkeit von den jeweiligen Tierärzten ausgeführt.

Aufgestellt von Ralf Ahrens, Ortsheimatpfleger
mit Hilfe der Erinnerungen von Robert Ahrens

Odagsen im Januar 2021

Robert Ahrens bei der Fleischbeschau

Das Bild wurde aufgenommen von Familie Illemann Anfang der 1990er Jahre