Seit 1183 steht in Odagsen eine Steinerne Kirche, vor der wahrscheinlich schon eine Holzkapelle vorhanden war. Ein ständiges Pfarramt scheint sich aber nicht dort befunden zu haben. Die Mönche die die Pfarrgeschäfte wahrgenommen haben, kamen wahrscheinlich aus dem Stift St. Alexandri sowie aus den Klöstern Fredelsloh ( gest. 1128 ) und Amelungsborn ( gest. 1130 ) die in Odagsen Meierhöfe besaßen.

Der erste nametlich bekannte Pastor aus der kath. Zeit war

- Henricus Dymelen ( 1413 )

Ab ca. 1469 scheint eine feste Pfarrstelle in
Odagsen bestanden zu haben.

Weitere Pastöre waren

- Conradus Oldenrot ( 1469 - 1476 )
- Cord ( Conrad ) Wiehereling ( 1476 - 1485 )
- Johann Hilder ( 1492 - 1504 )

aus dieser Zeit stammt die älteste im Pfarrarchiv vorhandene Urkunde aus dem Jahre 1497. Die Urkunde belegt eine Schenkung des Herzogs Heinrich von Braunschweig dem sog. Südbeck zur Unterhaltung einer Kapelle in Immensen ( Immensen und Edemissen gehören auch zum Kirchenspiel )

- Henningus Meyer ( Meygher ) ( 1505 - 1542 )

von dem ein
Lehensbrief erhalten ist, der auf einem hölzernen Buchdeckel geklebt wurde.

- Wittekindus Schaale ( 1542 - 1564 )

führte in
Odagsen die Reformation durch. Leider fehlen nähere Angaben darüber, wie der neue lutherische Glauben von der Gemeinde angenommen worden ist.

- Johann Steinmann ( 1565 - ???
- Erich Ernst Wedekind ( ??? - 1567 )
- Justus Roland ( 1571 - 1607 )

Aus der Zeit vor dem 30 jährigen Krieg wie auch über die Vorgenannten wissen wir leider so gut wie gar nichts. Aus der Zeit des 30 jährigen Kriegs ( 1618 - 1648 )sind nur kurze Nachrichten erhalten, die lediglich besagen, das der Krieg auch in
Odagsen schreckliche Verwüstungen angerichtet hat. Pastor in dieser Zeit war
 
- Johannes Möhle ( 1608 - 1640 )

Die Not muss in dieser Zeit überaus gross gewesen sein. Um dem ein Ende zu setzen, sagte man "wer herrenloses Gut bestellt, darf es behalten". Das tat auch die Witwe des o.g Katharina Möhle und erklärte Pfarrhaus und kirchl. Ländereien als Ihr Eigentum. Neuer Pastor in
Odagsen war

- Andreas Seuberlich ( 1641 - 1678 )

dieser wird Schwierigkeiten gehabt haben kirchl. Eigentum zurückzufordern, u.a. auch deshalb weil seine Vorgänger keine ordentlichen Lehensbriefe ausgefertigt hatten, die Pastor Seuberlich als Beweis dienen konnten. Dennoch ist anzunehmen das er den größten Teil der Ländereien zurückbekommen hat. Nachfolger war

- Christoph Delliehausen ( auch Delliegehausen ) ( 1678 - 1705 )

der als erster ein lückenloses Tuaf-, Hochzeits- und Sterberegister hinterließ. Nach Ihm kam sein Sohn

- Georg Daniel Just Delliehausen ( 1705 - 1709 )

- Conrad Hugo ( 1709 - 1712 )
1711 wird ein neues Pfarrhaus gebaut.

- Gottlieb Adolf Stock ( 1713 - 1753 )
in dessen Amtszeit die 1183 erbaute Kirche ein leztes Mal renoviert wurde.

- Johann Christian von Einem ( 1753 - 1785 )

- Johann Dietrich Crome ( 1781 - 1784 )
war Pastor von Einem zur Hilfe zugeteilt.

-Conrad Heinrich Lauenstein ( 1785 - 1791 )

- Johann Ludwig Osenbrück ( 1791 - 1806 )

- Johann Christian Friedrich Herrmann ( 1806 - 1812 )

-Johann Heinrich Mattheides ( 1814 - 1824 )

- Johann Friedrich August Müller ( 1825 - 1836 )

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Heinrich Ludwig Elbe ( 1837 - 1855 )

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August Eduard Martin Friedrich Mantels ( 1855 - 1882 )

- Friedrich Wilhelm Theodor Apel ( 1882 - 1901 )

-
Friedrich August Kaufmann ( 1902 - 1928 )

-
Georg Lockstehl ( 1929 - 1932 )

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Erich Wilhelm August Reinecke ( 1932 - 1938 )

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Erich Ludwig Heinrich Milbratz ( 1939 - 1973 )

- Detlef Eggeling ( 1973 - 1975 )

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Johannes Owsianowski ( 1976 - 1982 )

- Bernhard Sulimma (1982 -1983)

-
Eckhart Kruse (1983 - 1990) 

- Matthias Geilen (1990/91)

- Thomas Koch (1992 - 2009)

- Dr. Christian Kurzewitz ( 2010 - 2016 )

- Elsa Höfffker ( 2017 -